Medaillenregen bei EM in Norwegen

Mit insgesamt drei Europameistertiteln, zwei Silber-, zwei Bronze-medaillen und weiterem Edelmetall in der „kleinen“ Europameisterschaft kehrten die Jumping Gums des TSV Höchst von den European Rope Skipping Championships zurück, die Mitte August im norwegischen Oslofjord Convention Center ausgetragen wurden.

Freude über 7 EM Medaillen beim TSV Höchst

Hier trafen sie auf knapp 800 Konkurrenten aus 14 europäischen Ländern. Die meisten Medaillen brachte Moritz Kumpf mit nach Hause. Er konnte – zusammen mit seinem Sprungpartner Robin Krauß (TV Crumstadt) – den Titel im sogenannten Wheel-Wettbewerb verteidigen. Hier halten die beiden Springer zwei Seile gemeinsam, schwingen sie überkreuzt um ihre Körper und zeigen dabei Sprungtricks und turnerische Übungen.

Moritz und Robin verteidigen ihren Titel als Europameister im Wheel Pair Freestyle (Foto: Kevin Gruchmann)

Eine weitere Goldmedaille errangen die beiden im Single Rope Pair Freestyle. Hier springt jeder mit seinem eigenen Seil eine synchrone Choreographie mit möglichst spektakulären Sprüngen und akrobatischen Turnübungen. Zusammen mit Jonas Bausch (TV Seeheim) gewann das Duo zusätzlich den Titel im Double Dutch Single Freestyle, wo in zwei gegensinnig geschwungenen Seilen Sprünge mit gymnastischen Übungen und Breakdance-artigen Einlagen kombiniert werden.

Erstmals Europameister im Double Dutch Single Freestyle: Robin, Jonas und Moritz

Als Quartett – hier gehört Florian Gehre (TV Crumstadt) noch zum Team – holten sie außerdem noch eine Silbermedaille im Double Dutch Pair Freestyle und eine Bronzeauszeichnung in der Double Dutch Speed Staffel (möglichst viele Sprünge im Laufschritt in zwei geschwungenen Langseilen).

Auch die international erfahrene Damenmannschaft mit Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul war erfolgreich. Nachdem sie sich im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft mehrmals mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben mussten, durften sie sich dieses Mal gemeinsam über Edelmetall freuen. Gegen die große Konkurrenz schaffte das Team es in die „Finals“, wo die sechs Bestplatzierten noch einmal gegeneinander antreten. Dort behielten die Skipperinnen die Nerven und wurden für ihren fast fehlerfrei präsentierten Double Dutch Pair Freestyle mit der Bronzemedaille belohnt.

Lilli, Lilly, Tabea und Lea verteidigen in den Finals ihren 3. Platz aus dem Vorkampf und holen Bronze im Double Dutch Pair Freestyle (Foto: Kevin Gruchmann)

Lea und Tabea begeisterten auch in den „Finals“ in ihrer Paradedisziplin, dem Wheel Freestyle, sowohl Publikum als auch die Kampfrichter und konnten sich über den Vizemeistertitel freuen.

Silber in den Finals für Lea und Tabea im Wheel Pair Freestyle (Foto: Kevin Gruchmann)

Ihre ersten Erfahrungen auf internationalem Parkett durften einige Nachwuchsspringerinnen aus Höchst sammeln, für die schon die Qualifikation für die EM ein großer Erfolg war. Leni Karg, Emilia Köppe, Laura Orzeszyna und Nicole Roch war die Nervosität bei ihrer Speed-Staffel mit dem Einzelseil in der Juniorenklasse (12-15 Jahre) anzumerken, was zu einigen Hängern führte und leider keine vordere Platzierung zuließ.

Das Juniorteam kurz vor Beginn der Single Rope Speed Staffel

Besser erging es dem jungen Speedteam mit den langen Seilen mit Emilia Köppe, Lina Uhrig und Alara Yilmaz. Sie lieferten eine solide Leistung ab und schafften einen ehrbaren sechsten Platz.

6. Platz für Emilia, Lina und Alara im Double Dutch Speed Sprint

Das Damenteam startete auch noch beim sogenannten Double Dutch Contest, wo zu spannungsgeladener Backgroundmusik und Lichteffekten in 30 Sekunden möglichst viele Sprünge in den zwei Langseilen zu absolvieren sind. Antreten durfte auch das Nachwuchstrio mit Leni Hallstein, Nina Schwardt und Celine Yilmaz, die sich bei den Deutschen Meisterschaften mit hervorragender Leistung überraschend für diesen Wettbewerb qualifiziert hatten. Leider hatten beide Höchster Trios gegen die sehr starke europäische Konkurrenz keine Chance und mussten sich mit mittleren Plätzen zufriedengeben.

Nina, Celine und Leni beim Double Dutch Contest Speed

Im Anschluss an die eigentliche EM wurde das European Open Tournament ausgetragen. Hier treten die Springer und Springerinnen, die es in ihren nationalen Qualifikationen auf Platz vier und fünf geschafft haben, in der „kleinen“ Europameisterschaft gegeneinander an. Das Damenteam mit Lea, Lilli, Lilly und Tabea kam in der Disziplin Double Dutch Speed Relay gut in den Wettkampf und sprang mit nur einem Zähler Rückstand auf den Silberrang.

Silber beim Open Tournament für das AK1 Team in der Diszplin Double Dutch Speed Relay

In der Variante, wo nur drei Springerinnen beteiligt sind, durften sich Lea, Lilli und Tabea über die Bronzemedaille freuen.

Lilli, Tabea und Lea bei der Siegerehrung im OT in der Disziplin Double Dutch Speed Sprint

Grund zum Jubeln gab es am letzten Tag des Open Tournaments dann noch für die „Nachwuchsspringerinnen“ Leni Karg, Emilia Köppe, Laura Orzeszyna und Alara Yilmaz. Ihren Double Dutch Pair Freestyle konnten sie fast perfekt präsentieren, wofür sie mit der Silbermedaille belohnt wurden.

Freude bei Laura, Alara, Emilia und Leni über die Silbermedaille (Foto: Kevin Gruchmann)

Trainerin Tamara Bär zeigte sich sehr stolz und zufrieden über die Leistungen ihrer Athleten: „Das waren die bisher erfolgreichsten Meisterschaften für den TSV Höchst. Und sie haben sich diese Medaillen so sehr verdient.“ Sie dankte auch den mitgereisten Eltern für die großartige und lautstarke Unterstützung bei den Wettkämpfen. Ein riesengroßes Dankeschön geht darüber hinaus an alle, die diese unvergessliche Reise mit kleinen und großen Spenden möglich gemacht haben. „Ohne diesen Support wäre dieser Traum nicht Wirklichkeit geworden!“ resümierte die Trainerin.

Nachruf Karl-Heinz Junker

Wir trauern um unser Ehrenmitglied

Karl-Heinz Junker

Karl-Heinz war seit 48 Jahren Mitglied im TSV Höchst und hat in unserem Verein über Jahrzehnte im Hauptvorstand als Beisitzer gewirkt, den Vereinsbus koordiniert und Veranstaltungen mitgestaltet. Darüber hinaus engagierte sich Karl-Heinz in der Leichtathletikabteilung. Hier begleitete er viele Jahre lang das Amt des Kassenwartes und war als Kampfrichter und Helfer bei unzähligen Wettkämpfen in Höchst und im Kreis im Einsatz. Seine besondere Leidenschaft war der Lauftreff, den er 1981 mitbegründete und bis 2020 mit viel Herzblut und Engagement führte.

2025 wurde Karl-Heinz Junker für seine herausragenden Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. In großer Dankbarkeit werden wir Karl-Heinz ein ehrendes Andenken bewahren.

Höchst, im August 2026

Der Hauptvorstand des TSV 1875 Höchst

Die Abteilung Leichtathletik

Der Lauftreff

Raphael Schmidt gewinnt Hessische Rangliste 2026

Am Wochenende des 15./16.08.2026 wurden die Hessischen Ranglistenspiele 2026 in Riedstadt ausgetragen. Auch die Höchster Leonard (J15) und Raphael Schmidt (J11) konnten sich hierfür qualifizieren. Leonard zeigte gegen zum Teil auch ältere Konkurrenten gute Spiele, hatte an diesem Wochenende jedoch das Spielglück nicht gerade für sich gepachtet. Bei fünf Spielen mit drei knappen Niederlagen jeweils im Entscheidungssatz verpasste er daher das Überstehen der Gruppenphase. 

Für Raphael ging es nach einer souveränen Gruppenphase ohne Satzverlust am Sonntag zunächst in der Zwischenrunde weiter. Hier zeigte er erneut sein großes Potenzial und verlor in drei Spielen nur zwei Sätze, ohne über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen zu müssen. 

In der Endrunde musste sich Raphael dann nach insgesamt acht Siegen am Stück in einem sehr umkämpften Match das einzige Mal geschlagen geben. Durch einen erneut klaren Sieg im zehnten und letzten Spiel sicherte sich Raphael mit einem Satz Vorsprung dennoch den Gesamtsieg und darf sich völlig verdient einmal mehr Hessens Nummer eins seiner Altersklasse nennen.

Raphael Schmidt bei der Siegerehrung der Hessischen Rangliste (Jungen 11)

Die Tischtennis-Abteilung ist stolz auf ihre beiden Nachwuchstalente und gratuliert Raphael zu diesem weiteren großartigen Erfolg! Vielen Dank auch an die Betreuer, die Raphael neben seiner Familie an diesem Wochenende vor Ort unterstützt haben. 

Zweimal Silber und einmal Bronze beim European Open Tournament

Mit zwei „kleinen“ Silber- und einer Bronzemedaille beendeten die TSV Rope Skipper das sogenannten European Open Tournament (EOT), das im Anschluss an die eigentliche Europameisterschaften im norwegischen Oslofjord Convention Center ausgetragen wird. Hier treten die Viert- und Fünftbesten aus jeder Nation quasi zur kleinen Europameisterschaft gegeneinander an.

EM2026-EOT: Tabea (ganz links gebückt), Lea, Lilli und Lilly bei der Double Dutch Speed Relay


Das Quartett mit Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul lieferten eine solide Leistung im Double Dutch Speed Relay ab und ersprangen sich den Silberrang mit nur einem Zähler Rückstand.

EM2026-EOT: Lea, Lilli, Lilly und Tabea bei der Siegerehrung zu ihrem Double Dutch Speed Relay Silber
EM2026-EOT: Emilia, Laura, Leni und Alara bei ihrer Double Dutch Speed Relay

Weitere internationale Wettkampferfahrung sammelte das Nachwuchsteam (12-15 Jahre) mit Leni Karg, Emilia Köppe, Laura Orzeszyna und Alara Yilmaz. Sie kamen leider nicht gut in den Double Dutch Speed Wettkampf und musste öfters neu einsetzen. Deshalb war eine vordere Platzierung nicht möglich.

EM2026-EOT: Lilli, Tabea und Lea beim Double Dutch Speed Sprint


Besser lief es beim Damen-Team mit Lea, Lilli und Tabea in der 60 Sekunden Variante im  Double Dutch Speed. Nach einer soliden Leistung wurden sie mit der Bronzemedaille belohnt.

EM2026-EOT: Lilli, Tabea und Lea bei der Siegerehrung zu ihrer Double Dutch Speed Sprint Bronzemedaille

Grund zum Jubeln gab es am letzten Tag des Open Torunaments dann doch noch für die „Jungspringerinnen“ Leni, Emilia, Laura und Alara. Ihren Double Dutch Pair Freestyle konnten sie fast perfekt präsentieren, wofür sie mit dem zweiten Platz belohnt wurden. So konnten fast alle Höchster EM-Teilnehmer Edelmetall mit nach Hause nehmen.

EOT: Laura, Alara, Emilia und Leni bei der Siegerehrung zur Silbermedaille im Double Dutch Pair Freestyle

„Perfekter letzter Tag: Medaille für unser jüngeres Team – habt ihr euch verdient,“ freute sich Trainerin Tamara Bär zum Abschluss.

Nachwuchs-Team startet in ersten internationalen Wettkampf

Am dritten Tag der Rope Skipping Europameisterschaft standen die Wettkämpfe der Junioren (AK3, 12 bis 15 Jahre) auf dem Programm. Dabei starteten auch zwei Mannschaften des TSV Höchst. Schon die Qualifikation für diesen internationalen Wettbewerb war für das Nachwuchsteam mit Alara Yilmaz, Emilia Köppe, Laura Orzeszyna, Leni Karg, Lina Uhrig und Nicole Roche ein großer Erfolg. Sie zeigten sich beeindruckt von der Atmosphäre in der professionell dekorierten und ausgeleuchteten Halle und der Organisation rund um die Wettkämpfe.

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Erfolge beim Gaukinderturnfest

Der Rope Skipping Nachwuchs des TSV Höchst zeigte beim Gaukinderturnfest am 20. Juni in Spachbrücken sein Können.

Sehr erfolgreich war Luana Bendel bei den jüngsten Springerinnen (Altersklasse 7 Jahre und jünger). Luana konnte sowohl in den Speeddisziplinen als auch mit ihrer kleinen Compulsory (Abfolge von vorgegebenen Sprüngen) überzeugen und den Wettkampf souverän gewinnen.

Mit der zweitbesten „Kleinen Compulory“ in der Altersklasse 8-9 Jahre rückte Tuana Akcay noch auf den 3. Platz vor. Ronja Schnellbacher wurde Fünfte. Das größte Teilnehmerfeld gab es bei den 10- bis 11-jährigen Mädchen in der „Großen Compulsory“, wo die Sprungabfolge schon anspruchsvoller ist.

Hier zeigte Daria Tamas einen ausgeglichenen Wettkampf, der mit dem 4. Platz belohnt wurde. Gleich dahinter kam Emma Fornoff auf Rang 5. Marie Fornoff wurde Neunte.  Den Wettkampf der AK 8/9 gewann Ilea Lortz. Sie lag in Speed in allen drei Disziplinen vorne und hatte auch in der „Großen Compulsory“ den zweitbesten Wert. Mit Adita Pydisetty als Dritte war noch eine zweite TSV Rope Skipperin in dieser Altersklasse auf dem Podest vertreten.

Die schon etwas geübteren Skipper starteten in den Freestyle Wettbewerben. Hier wird zusätzlich zu den drei Speed-Durchläufen noch eine Choreographie aus Sprüngen zu einer selbstgewählten Musik präsentiert. Ria Schotmann überzeugte sowohl in Speed als auch mit ihrer Freestyle Performance in der Altersklasse 10/11 Jahre und konnte sich über den 2. Platz in der Gesamtwertung freuen. Auch Alina Karg kam als Vierte mit guten Leistungen durch den Wettkampf. Nur wenig Rückstand hatten Malea Joswig (6. Platz) und  Adela-Elena Bursuc (7. Platz). Mit Platz 5 in der AK 12/13 Jahre erzielte Emilia Joswig noch ein weiteres gutes Ergebnis für den TSV Höchst.

Zum Gelingen des Gauturnfestes haben neben Tamara Bär (Wettkampfleitung) auch zahlreiche Kampfrichter vom TSV Höchst beigetragen. Darunter auch einige neue Kampfrichter aus den Reihen der Nachwuchsspringerinnen und deren Eltern, die erst kürzlich ihre Lizenz erfolgreich bestanden haben.

Teilnehmer beim Gaukinderturnfest 2026

i. Odw.