Insgesamt zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille konnten die „Jumping Gums“, die Rope Skipper des TSV Höchst, am ersten Finaltag der Europameisterschaft in Norwegen erspringen.

Zusammen mit seinem Sprungpartner Robin Krauß (Crumstadt) ging es für Moritz Kumpf beim sogenannten Wheel Pair Freestyle (beide Springer haben jeweils ein Griff auch vom Partner in der Hand und schwingen die beiden Seile gemeinsam um ihre Körper) sogar um die Titelverteidigung. Denn diese Formation hatte bereist vor zwei Jahren im ungarischen Eger den Europatitel in dieser Disziplin ersprungen. Aus dem Qualifikationswettkampf gingen sie dank einer fehlerfreien Vorstellung als Beste hervor. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Zusätzlich erhöht wurde der Druck durch eine tadellose Kür ihrer direkten deutschen Konkurrenten und Trainingspartner Florian Gehre und Phillip Sporleder aus Crumstadt. Entsprechend schlichen sich zwei Fehler in Moritz‘ und Robins Freestyle ein. Dennoch stuften die Kamfrichter ihre Vorstellung höher ein und der Titel konnte verteidigt werden.

Wenig später starteten die beiden zusammen mit Jonas Bausch (Seeheim) im Double Dutch Single Freestyle (in zwei langen, geschwungenen Seilen werden Turntricks gesprungen). Auch hier überzeugte ihre spektakuläre, artistisch anspruchsvolle und atemberaubende Choreographie mit Höchstschwierigkeiten das Kampfgericht, sodass auch in dieser Disziplin die südhessische Formation ganz oben aufs Siegerpodest springen durfte.


Im nächsten Wettbewerb, dem Double Dutch Pair Freestyle (wie eben, nur mit vier Springern), kam noch Wheel-Konkurrent Florian hinzu. Auch hier lieferten die vier eine solide Leistung ab, die mit der Silbermedaille belohnt wurde.


Schon das Erreichen der Finalrunde, in der die besten sechs Teams aus dem Qualifikationswettkampf um Edelmetall im Double Dutch Pair Freestyle kämpfen dürfen, als Klassen-Dritte war für das Höchster Frauenteam mit Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul ein großer Erfolg. Entsprechend groß war die Nervosität, zumal die deutschen Konkurrentinnen aus Roringen – anders als im Vorkampf – eine fehlerfreie Vorstellung ablieferten. Das Höchster Team blieb dann auch gleich bei einem der ersten Sprüngen hängen, konnte sich aber gleich wieder fangen und ihre hochwertige Kür bis fast zum Ende fehlerfrei fortführen und wurde im Zwischenklassement auf den dritten Rang eingestuft. Noch standen die Freestyles der Belgierinnen und Tschechinnen aus, die im Vorkampf vor dem TSV-Team waren. Doch auch diese Mädels zeigten Schwächen, sodass sich Lea, Lilli, Lilly und Tabea zusammen mit dem mitgereisten Fanclub und ihrer Trainerin Tamara Bär über die Bronzemedaille freuen durften.

„Ich hab es ja nicht mehr geglaubt, dass wir den dritten Platz halten können,“ kommentierte sie anschließend erleichtert. „Aber sie haben sie so verdient, diese gemeinsame Medaille. Sie sind so toll, meine Mädels!“













