Mit zehn von 13 möglichen Final-Qualifikationen sind die Rope Skipper des TSV Höchst in die Europameisterschaften gestartet, die vom 11.8. bis 17.8. im Oslo Fjord Convetion Center in Norwegen ausgetragen werden und an dem knapp 800 Athleten aus 14 europäischen Ländern teilnehmen.

Freudentränen gab es dabei für Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul über den dritten Platz in der Alterklasse AK1F (16 Jahre und älter, weiblich) in der Disziplin Double Dutch Pair Freestyle, bei dem vier Springerinnen zwei lange Seilen schwingen und dabei akrobatische Turnübungen zeigen. Denn diese Platzierung bedeutete die Qualifizierung für die sogenannten Finals, in denen die besten sechs Teams aus Europa am Freitag und Samstag um Meistertitel und Medaillen kämpfen.

„Ich bin mega stolz auf die Mädels und freu mich so für sie,“ kommentierte Trainerin Tamara Bär die Leistung. „Sie haben es sich aber auch verdient. Sie haben soviel trainiert und Arbeit in ihren Freestyle gesteckt.“

Ebenfalls für die Finals qualifizieren konnte sich Moritz Kumpf als einziger männlicher Springer aus Höchst. Sein Team mit Jonas Bausch (Seeheim), Robin Krauß, Florian Gehre und Phillip Sporleder (Crumstadt) konnte sich – in unterschiedlicher Besetzung – sowohl mit ihren spektakulären und laut umjubelten Double Dutch Freestyles zu dritt und zu viert als auch in den Single Rope Freestyles (jeder Springer hat ein Einzelseil) zu zweit und zu viert qualifizieren, als auch in zwei weiteren Speed-Disziplinen (soviele Sprünge innerhalb von 30 Sekunden wie möglich).
Begonnen hatte für Moritz der zweite Wettkampftag jedoch mit dem Einzelstart im Triple Under (soviele Dreifachdurchschläge am Stück wie möglich). Auch hier schaffte er als sechster den Sprung ins Finale, wo er noch einmal seine Sprungkraft und Ausdauer im Kampf um die Medaillen unter Beweis stellen kann.

Etwas enttäuschend begann leider der erste Wettkampftag für das Mädelsteam mit Lea, Lilli, Lilly und Tabea. Sowohl bei den Speed-Disziplinen als auch bei den Freestyles mit dem Einzelseil landeten sie im Mittelfeld des etwa 20 Mannschaften starken Teilnehmerfelds. Einige Hänger verhinderten aber eine bessere Platzierung auf den Qualifikationsplätzen.

Einen versöhnlichen Abschluss gab es dann doch für Lea und Tabea in ihrer Paradedisziplin Wheel Freestyle, wo zwei Springerinnen jeweils einen Griff des eigenen und des Partnerseils halten und die Seile gemeinsam um sich schwingen. Ihnen gelang eine fehlerfreie Vorstellung mit viel Spingfreude auf höchstem Niveau, sodass sie sich am Ende als bestes europäisches Wheel-Pärchen für die Finals qualifizierten. Die gleiche Platzierung schafften auch Moritz Kumpf und Robin Krauß, die damit ihren Europameistertitel von 2024 am Freitag verteidigen dürfen.






