Turbulent begann der zweite Tag für die Höchster Rope Skipper beim Internationalen Open Tournament im Rahmen der Weltmeisterschaften im japanischen Kawasaki.
Aufgrund einer kurzfristigen Startlistenänderung musste das Nachwuchsteam (16-18 Jahren) mit Celine, Leni und Nina quasi an zwei Wettkampfstätten gleichzeitig sein. Vorbereitet auf den Double Dutch Speed Sprint warteten sie auf ihren Einsatz in der Haupthalle, denn nicht pünktlich anzutreten bedeutet hier die Disqualifikation. Doch dann wurden Celine und Leni in der Nebenhalle zu ihrem Wheel Pair Freestyle aufgerufen. Entsprechend abgehetzt und unvorbereitet fanden sie nicht richtig in ihre Kür. Auch in der nachfolgenden Speed-Disziplin kurz danach blieben sie nicht fehlerfrei, was in beiden Fällen eine vordere Platzierung, die möglich gewesen wäre, verhinderte.

Ebenfalls im Double Dutch Speed Sprint (eine Springerin springt eine Minute in gegenläufig geschwungenen Langseilen) gingen die „Großen“ Lea, Lilli und Tabea hochmotiviert an den Start, da sie im Training regelmäßig fehlerfrei hohe Werte gesprungen hatten. Leider erwischten sie einen schlechten Tag, blieben mehrfach hängen und mussten sich enttäuscht mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden geben.
Ungeachtet der Enttäuschung hatten Tabea und Lea genug mentale Stärke, um am Nachmittag einen fast fehlerfreien Wheel Freestyle (jede Springerin hält ein Seilende der anderen und sie springen gemeinsam) abzuliefern. Lange lagen sie mit ihrer anspruchsvollen Kür auf dem dritten Platz, bis ein tschechisches Paar sie mit einem makellosen Auftritt kurz vorm Ende des Wettkampftags vom Podestplatz verdrängten und die beiden Höchster Mädels sich erneut mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben mussten.

Einigermaßen zufrieden waren Anna und Luna mit ihrer Leistung im Double Under Relay in der Altersklasse 16 bis 18 Jahren, wo sie im sehr engen und stark besetzten Feld Rang acht belegten.

Für einen versöhnlichen Abschluss dieses durchwachsenen Tages sorgte die abendliche Eröffnungsfeier, wo die über 2600 Teilnehmer aus 32 Nationen ins nahe gelegene Sportstadion einmarschierten und der Präsident des Weltverbandes IJRU in emotionalen Worten an die Springerinnen und Springer appelierte, selbst Vorbild zu sein, so wie sie selbst früher Vorbildern nacheiferten, und dadurch für die Randsportart Rope Skipping zu werben.

Am Dienstag beginnen die Qualifikationswettkämpfe für die eigentliche Weltmeisterschaft. Hier gibt es nur noch zwei Altersklassen: die Junioren bis 15 Jahren und die Erwachsenenklasse ab 16. Hier qualifizieren sich die besten sechs in jeder Disziplin für die sogenannten Finals, wo am Wochenend dann um die Medaillen gesprungen wird.
Am Dienstag steht für die Höchster Skipperinnen zunächst ein Mammutprogramm an: gleich in der ersten Runde stehen Lilly und Tabea mit ihrer Double Under Speed Relay (möglichst viele Doppeldurchschläge in 2x 30sec) auf dem Feld (2.30 Uhr deutscher Zeit, Heat *3000), kurz darauf zusammen mit Lea und Lilli im Single Rope Speed Relay (2.45 Uhr, *3008) und im Double Dutch Speed Relay (ca. 3.20 Uhr, *3022), wo jede Springerin jeweils 30 Sekunden lang soviele Durchschläge versucht wie möglich.
Nachmittags zeigt dann Moritz zusammen mit seinem Sprungkollegen Robin seinen Single Rope Pair Freestyle (6.05, *3094). Wie sich montags wieder gezeigt hat, sind die Zeitpläne leider nicht sonderlich verlässlich und es muss jederzeit mit Verzug und unvorhergesehenen Änderungen gerechnet, was nicht immer zum Wohl der Athleten ist.
Livestream:
https://www.ijru.live/livestream/s-kawasaki-day-3-29-july-2025-zp9q1h
