DM Medaillen für Lilli Hallstein und Moritz Kumpf

Der TSV Höchst stellte eine der größten Abordnungen bei den Deutschen Meisterschaften im Rope Skipping und trat am 21. März im baden-württembergischen Ellwangen mit 12 Springerinnen und Springern an. Schon die Teilnahme war ein großer Erfolg, mussten doch im Vorfeld noch höhere Qualifikationshürden als sonst genommen werden. Trainerin Tamara Bär zeigte sich im Vorfeld bereits sehr stolz, dass es trotzdem wieder so viele ihrer Skipper zum nationalen Saisonhöhepunkt in den Einzeldisziplinen geschafft haben. Vergeben wurden die Meistertitel in 30 Sekunden Speed, 3 Minuten Speed, im Freestyle und im Triple Under. In diesen Disziplinen konnten sich die fast 200 Springer/innen aus 62 Vereinen und 13 Bundesländern auch für die Europameisterschaften im Sommer in Norwegen qualifizieren. Dies gelang vom TSV Höchst nur Moritz Kumpf, der im Triple Under (Dreifachdurchschläge bis zum ersten Fehler) die Bronzemedaille gewann und sich das EM-Ticket sicherte. 

DM Bronze für Moritz im Triple Under Cup

Einen Krimi um den letzten von fünf EM-Startplätzen in 30 Sekunden Speed gab es in der Altersklasse 16+. Da drei Springerinnen die gleiche Punktzahl stehen hatten, mussten sie noch einmal im direkten Battle gegeneinander antreten. Beim Entscheidungsspringen dabei war Lilli Hallstein, die sich leider einen Fehler leistete und deshalb auf dem ersten Nachrücker-Platz für die Europameisterschaften landete. Ein Trost war jedoch ein hochverdienter 3. Platz in der DM-Wertung mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 96 Sprüngen. Nur drei Sprünge weniger hatten Lilly Kumpf und Tabea Paul, die sich den 6. Platz teilten.

Erste DM Medaille im Einzel für Lilli im Speed Sprint

Gleich mehrfach verbesserte Leni Hallstein ihre Bestleistungen. Sie schaffte im Wettkampf erstmals 91 Sprünge im Speed Sprint, was in dem sehr starken Teilnehmerfeld der AK2 (16-18 Jahre) der 5. Platz bedeutete. Auch in 3 Minuten Speed steigerte sie sich auf 447 Sprünge und wurde 7. Ebenfalls mit Bestleistung sprang Tabea Paul (436) in der Ausdauerdisziplin auf den 8. Platz in der Altersklasse 19+ vor Lilli Hallstein (10./430).

Für gute Mittelfeldplatzierungen reichte es im Speed Sprint noch für Nina Schwardt (AK2) als 12. Anna Leib und Celine Yilmaz kamen auf Rang 14.

Die Nerven im Speed Sprint behielt Nicole Roch. Sie sprang bei den 14-/15-jährigen auf einen sehr guten 5. Platz (85 Sprünge) und verpasste die EM-Quali nur ganz knapp. Teamkollegin Laura Orzeszyna musste sowohl im Speed Sprint als auch in der Ausdauerdisziplin einige Hänger hinnehmen. Damit war der 13. Platz ihre beste Platzierung.

In den Freestyles (75 Sekunden lange Kür) war der TSV bei diesen Deutschen Meisterschaften nur mit zwei Skipperinnen vertreten. Leni Hallstein gelang auch hier mit dem 5. Platz ein sehr gutes Ergebnis. Grund zur Freude hatte sie zudem über den 5. Platz in der Overall-Wertung (Gesamtwertung aus Speed und Freestyle). Celine Yilmaz blieb in ihrem Freestyle leider nicht fehlerfrei und wurde 18.

Auch beim Bundesfinale am nächsten Tag stellte der TSV Höchst eine der größten Teilnehmergruppen. Für das Bundesfinale gelten etwas niedrigere Qualifikationsleistungen als für Deutschen Meisterschaften. Hier gab es auch noch einmal eine Silbermedaille für Leni Karg in der AK 3 (14-15 Jahre). Nina Schwardt steigerte sich in der nächsthöheren Altersklasse (AK2) in 3 Minuten Speed auf 397 Sprünge und wurde Fünfte. Lea Friedrich (AK 19+) startete in allen drei Disziplinen. Ein sehr guter Freestyle (5. Platz) brachte sie auf den 6. Platz in der Gesamtwertung nach vorne.

Leni holt Silber im Bundesfinale im Speed Sprint

Ein schöner Erfolg war für Laura Orzeszyna (AK3) die Bronze Medaille im Double Under Cup (möglichst viele Zweifachsprünge in 30 Sekunden). Diese Disziplin wird im Rahmen des Bundesfinale ausgetragen, weil es keine Meisterschaftsdisziplin ist. Trotz Fehler schaffte Laura noch 79 Sprünge. Mit 10 Zählern mehr ersprangen sich Lilli Hallstein und Tabea Paul den 5. Platz in der AK1.

Laura mit der Bronzemedaille im Double Under Cup

„Auch wenn die eine oder andere Disziplin hätte besser laufen können, bin ich insgesamt mit den Leistungen sehr zufrieden“, resümierte Trainerin Tamara Bär das Meisterschaftswochenende. Der Fokus ist nun bereits auf die Deutschen Teammeisterschaften gerichtet, die Ende April in Rüsselsheim stattfinden werden. Dort wird der TSV mit mehreren Teams an den Start gehen.

Ein großes Dankeschön geht auch an die Höchster Kampfrichter. Im Einsatz waren Tamara Bär, Lilly, Moritz und Tanja Kumpf sowie Tabea und Jürgen Paul.

Team TSV Höchst bei den Deutschen Meisterschaften und beim Bundesfinale 2026